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Navigation: Startseite > Projekte > Pressespiegel > ALMA MATER: "17000 Mark Preisgeld für Ohrenkuss" Artikel |
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| GENERAL ANZEIGER 17. Oktober 2000. Von Renate I. Mreschar. Stifterverband vergibt Auszeichnung für die erste Zeitung gemacht von Menschen mit Down-Syndrom "In der Dialogform beispielgebend" ist das Projekt "Ohrenkuss....da rein, da raus". Das jedenfalls befand die 14-köpfige Jury des Aktionsprogramms "PUSH". Damit hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft jetzt zum zweiten Mal vorbildliche Initiativen zur Verbesserung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit ausgezeichnet. Unter 144 Anträgen um den Preis wurden 13 ausgewählt, gleich drei an der Universität Bonn, darunter auch das Projekt des Medizinhistorischen Instituts, in dessen Rahmen "Ohrenkuss...da rein, das raus" entsteht, die erste überregionale Zeitschrift in Deutschland, die von Menschen mit Down Syndrom gemacht wird. Die anderen beiden Projekte - "Lernwerkstatt Bioethik - Experten lernen von Laien" und "Projektwoche Bioethik für die Jahrgangsstufen 7-9" - sind am Deutschen Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften angesiedelt. Die 17000 Mark Preisgeld kommen für "Ohrenkuss" zur rechten Zeit. Die Zeitschrift ringt um ihre Existenz. Mindestens 700 Abonnenten braucht man bis Ende November, um weitermachen zu können. Derzeit sind es 480, berichtet Katja de Braganca, die zusammen mit Birgit Mosimann die Arbeit der sechs Redakteure und acht Korrespondenten mit Down-Syndrom begleitet. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen" sagt Braganca. Ende November erscheint die nächste Ausgabe von Ohrenkuss zum Thema "Arbeit". Diesem Heft wird ein Fragebogen beiliegen, mit dem die Redakteure mehr über Arbeitsplätze von Behinderten erfahren möchten. Auch die Auswertung der Daten werden sie selbst vornehmen. Die gemeinsame Arbeit soll aufzeigen, dass auch Menschen mit einer geistigen Behinderung Grundelemente des wissenschaftlichen Arbeitens umsetzen und präsentieren können, wenn sie darin unterstützt werden. Hierfür soll das Preisgeld des Stifterverbandes eingesetzt werden. Als weiteres Projekt für das Frühjahr plant Ohrenkuss die Herausgabe eines Faltblatts, in dem die Ohrenkuss-Redaktionsmitglieder mit Hilfe des Instituts für Humangenetik selbst beschreiben, was das Down-Syndrom ist. |
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