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Navigation: Startseite > Projekte > Pressespiegel > "Ohrenkuss droht das Aus"



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GENERAL ANZEIGER 19. September 2000, Von Renate I. Mreschar.


Projekt Erste von Menschen mit Down-Syndrom erstellte Zeitschrift braucht Geld

Sie wurde vor kurzem preisgekrönt mit der Auszeichnung "Demokratie leben", ist als EXPO-Projekt auf der Weltausstellung in Hannover vertreten und nun droht ihr das "Aus": "Ohrenkuss...da rein, da raus", die erste überregionale Zeitschrift in Deutschland, die von Menschen mit Down-Syndrom gemacht wird, ist in ihrer Existenz gefährdet.

Die Zeit läuft jeden Tag vier neue Abonnenten müssen bis Ende November gewonnen werden, damit sich die derzeitige Bezieherzahl von 350 auf 700 verdoppelt und wenigstens die Sachkosten von rund 30 000 Mark gedeckt sind, rechnet Katja de Braganca vor. Sie begleitet zusammen mit Birgit Mosimann die Arbeit der sechs Redakteure und acht Korrespondenten mit Down-Syndrom. Die gesamte redaktionelle Arbeit wird zur Zeit ehrenamtlich geleistet. "Das geht bis an die Grenze der Belastbarkeit", meint sie.

Bis Ende März 2000 hat die Volkswagen-Stiftung "Ohrenkuss...da rein, da raus" auch im Hinblick auf die EXPO unterstützt. "Wenn wir uns jetzt auch noch über das Geld Sorgen machen müssen, funktioniert das einfach technisch nicht mehr", sagt Braganca. "Ohrenkuss bedeutet mir sehr viel, die Zeitung Ohrenkuss ist mein ganzes Leben", schreibt Ohrenkuss-Korrespondentin Michaela Koenig aus Wien auf der Web-Seite von Ohrenkuss im Internet.

"Ohrenkuss...da rein, da raus" erschien erstmals 1998 mit dem Themenheft "Liebe" im Rahmen eines Forschungsprojekts des Medizinhistorischen Instituts der Universität Bonn, das zwei Fragen gegenüber stellte: "Wie sehen Menschen mit Down Syndrom die Welt wie sieht die Welt Menschen mit Down Syndrom"
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